TV-Analyse · WDR 26.03.2025

Hyla im WDR Haushalts-Check: Wasserstaubsauger nur ein teurer Hype?

In der WDR-Sendung „Wasserstaubsauger – Saubere Lösung oder teurer Trend?" wurde der Hyla am 26.03.2025 mit anderen Saugern verglichen. Aus unserer Sicht hat der Beitrag deutliche methodische Schwachstellen – wir haben sie für dich aufgeschlüsselt.

8 Min. Lesezeit
Aktualisiert 13. Mai 2026
Hyla im WDR Haushalts-Check – Wasserstaubsauger im TV-Vergleich vom 26.03.2025
Das Wichtigste in Kürze
  • WDR-Sendung „Wasserstaubsauger – Saubere Lösung oder teurer Trend?" vom 26.03.2025
  • Hyla wurde mit einem Miele-Beutelsauger und einem Kärcher-Wassersauger verglichen
  • Die Saugleistungs-Testanordnung am Hyla wurde umgebaut – mit zerschnittenem Schlauch und zusätzlichem Filterkasten
  • Aerosol- und Abluft-Messungen fehlen komplett
  • Multifunktionalität (Nasssaugen, Sprühextraktion) wurde nicht gewürdigt
  • Vivenso als günstigere Alternative kam im Beitrag nicht vor
Worum geht es?

Was zeigt der WDR Haushalts-Check vom 26.03.2025?

Am 26. März 2025 lief im WDR die Sendung „Wasserstaubsauger – Saubere Lösung oder teurer Trend?". In rund einer halben Stunde wurde das Thema Wasserstaubsauger aufgegriffen, der Hyla als Premium-Vertreter ausgewählt und gegen zwei deutlich günstigere Geräte gestellt: einen klassischen Miele-Beutelsauger und einen Kärcher-Wassersauger.

Das Fazit der Sendung in Richtung Hyla war eher ernüchternd: zu teuer, kein klarer Mehrwert gegenüber dem Beutelsauger. Wir haben uns den Beitrag in unserer Redaktion mehrfach angeschaut – und kommen zu einer anderen Einschätzung. Nicht weil wir den Hyla als ideale Wahl sehen (sehen wir nicht), sondern weil der Test aus unserer Sicht handwerklich an mehreren Stellen daneben liegt.

Der Hyla hat durchaus einige Kritikpunkte, welche wir teilen würden – aber der WDR-Beitrag adressiert sie aus unserer Sicht an den falschen Stellen."

Redaktion Wasserstaubsauger-Vergleich
Unsere 6 Kritikpunkte

Sechs methodische Schwachstellen, die wir im WDR-Test sehen

Wir haben die Sendung Szene für Szene mit unserer eigenen Testpraxis abgeglichen. Diese sechs Punkte sind uns besonders negativ aufgefallen – einige davon betreffen klassische Probleme von TV-Vergleichen, einige sind speziell auf Wasserstaubsauger gemünzt.

  • 1. Der Preis als pauschales K.-o.-Kriterium

    Der WDR-Beitrag stellt den Hyla wegen seines Preises von über 2.000 € regelrecht an den Pranger. Aus unserer Sicht stimmt der Preis – aber Preis allein ist kein Test-Ergebnis. Auffällig ist, dass deutlich günstigere Alternativen wie der Vivenso im Beitrag gar nicht auftauchen.

  • 2. Manipulierte Versuchsaufbau für die Saugleistung

    Im Test wird Teststaub auf einen Teppich aufgetragen, jeder Sauger fährt fünf Mal darüber, anschließend wird der Filterbeutel gewogen. Das Problem: Der Hyla hat gar keinen Staubbeutel. Für den Test wurde der Schlauch zerschnitten und ein großer Kasten mit Filterbeutel zwischengeschaltet – die Luftströmung wurde dadurch verändert.

  • 3. Die seltsame Logik beim Filterfeuchte-Argument

    Ein Experte argumentiert, Trockensauger-Filter sollten nicht nass werden. Aus unserer Sicht ist das praxisfern: In jedem Haushalt fallen organische Partikel, Krümel und Umgebungsfeuchte an, und genau hier hat der Wasserstaubsauger seine Stärke – er bindet alles im Wasser, statt es in einem Filter zu sammeln, der nass werden kann.

  • 4. Tücher statt echter Filterbeutel

    Zur Veranschaulichung wurden Stoffstücke als „Filter" gezeigt – keine echten Filterbeutel. Das mag in der TV-Inszenierung gut wirken, ist aber kein belastbarer Beweis für Filterleistung. Wer Filterqualität bewerten will, müsste echte Beutel oder Laborwerte heranziehen.

  • 5. Keine Messung der Abluft und der Wasseraerosole

    Die zentrale Frage bei einem Wasserstaubsauger ist: Wie sauber ist die Luft, die hinten wieder herauskommt? Genau diese Messung fehlt im Beitrag. Wir hätten uns wissenschaftliche Tests zu Wasseraerosolen und Partikelemission gewünscht – die hätten den Vorteil eines guten Wasserstaubsaugers überhaupt erst sichtbar gemacht.

  • 6. Unfairer Vergleich mit einem reinen Beutelsauger

    Der Hyla wurde gegen einen günstigen Miele-Beutelsauger und einen Kärcher-Wassersauger antreten lassen – aber als reines Saug-Gerät. Funktionen wie Nasssaugen, Sprühextraktion und Elektrobürste, die den Hyla zum Multifunktionsgerät machen, wurden im Vergleich nicht angemessen gewürdigt.

Detail-Analyse

Der Saugleistungs-Test: Wenn die Versuchsanordnung das Ergebnis vorwegnimmt

Die Test-Methodik im WDR-Beitrag funktioniert beim Miele und Kärcher genauso wie in den meisten TV-Tests: Teststaub wird auf einen Teppich aufgetragen, jeder Sauger fährt fünfmal über die Fläche und der Filterbeutel wird vor und nach dem Versuch gewogen. Die Differenz gilt als „Saugleistung".

Für den Hyla wird es aber kompliziert – er hat schlicht gar keinen Staubbeutel. Damit man trotzdem etwas wiegen kann, wurde der Schlauch zerschnitten und ein großer Kasten mit Filterbeutel zwischen Saugschlauch und Gerät gesetzt. Genau hier entsteht aus unserer Sicht ein Validitätsproblem.

Ob da die identische Saugleistung anliegt? Wir bezweifeln das doch sehr stark!"

Redaktion Wasserstaubsauger-Vergleich

Jede zusätzliche Komponente verändert Luftströmung, Querschnitt und Druckverhältnisse. Ein Wasserstaubsauger ist auf seine eigene Strömungsgeometrie ausgelegt – mit Separator und Wasserbad als Endstation. Ein nachträglich zwischengeschalteter Filterkasten entspricht weder dem Originalbetrieb noch einer fairen Vergleichsbedingung gegenüber den anderen Geräten.

Filter-Argument

„Wieso werden Trockensauger-Filter nass?" – warum dieses Argument an der Praxis vorbeigeht

Ein zentrales Argument im Beitrag stammt von einem nicht namentlich genannten Experten: Trockensauger-Filter sollten beim Saugen nicht nass werden. Klingt einleuchtend, ist im realen Haushalt aber wenig hilfreich.

  • Bei jedem Frühstück landen kleine organische Partikel auf dem Boden – Krümel, Fruchtreste, Joghurtspritzer.
  • Tierhaare und Speichelreste sind im Tierhaushalt nie ganz trocken.
  • Umgebungsfeuchte, frisch gewischte Stellen, nasse Schuhabdrücke – sie alle gelangen früher oder später ins Filtersystem.

Genau hier hat der Wasserstaubsauger seine eigentliche Stärke: Er bindet Schmutz im Wasserbad statt in einem Trockenfilter, der nach mehrfachem Feuchtkontakt seine Filterleistung verliert. Das Argument des Experten dreht die Bewertung also genau gegen das, was den Wasserstaubsauger eigentlich auszeichnet.

Inszenierung vs. Messung

Tücher statt Filterbeutel – TV-Optik statt belastbarer Werte

An mehreren Stellen des Beitrags werden Stofftücher gezeigt, die als „Filter" inszeniert werden. Für ein TV-Format ist das verständlich – Tücher mit Schmutz wirken sichtbarer als geschlossene Beutel. Als Beleg für Filterqualität taugen sie aber nicht. Echte Filterbeutel haben definierte Faserstrukturen, Filterklassen (z. B. HEPA-Spezifikationen) und Prüfwerte. Tücher haben das nicht.

Genauso fehlt im Beitrag eine Messung der Abluft. Bei einem Wasserstaubsauger ist das aber der entscheidende Vergleichspunkt: Wie viele Partikel pro Kubikmeter pustet das Gerät wieder in den Raum? Wasseraerosole und Partikelemission hätten in einer Messkammer geprüft werden können – das ist Standard in Allergiker-Labortests. Im WDR-Beitrag passiert das nicht.

Vergleichsfairness

Multifunktionsgerät gegen Beutelsauger: Vergleich ohne Augenhöhe

Der Hyla wird im Beitrag mit einem günstigen Miele-Beutelsauger und einem Kärcher-Wassersauger verglichen – aber überwiegend als reines Saug-Gerät. Wer schon einmal eine Hyla- oder Vivenso-Vorführung erlebt hat, weiß, dass der eigentliche Mehrwert dieser Geräte woanders liegt:

  • Nasssaugen von verschütteten Flüssigkeiten ohne separates Gerät.
  • Sprühextraktion für Polster, Matratzen und Teppiche – mit dem entsprechenden Kit.
  • Elektrobürste für Hartböden und Teppich gleichzeitig.
  • Allergiker-Vorteile durch Wasserfiltration – Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaare werden im Wasser gebunden.

Wer einen Hyla nur dafür einsetzt, einmal pro Woche Teppichstaub zu entfernen, hat tatsächlich zu viel bezahlt. Der Vergleich gegen einen reinen Beutelsauger lässt aber genau diese Multifunktionalität unter den Tisch fallen – und macht die Bewertung damit struktural unfair.

Unsere Empfehlung

Vivenso statt Hyla: die fehlende Alternative im WDR-Beitrag

Was uns am stärksten im WDR-Beitrag gefehlt hat: der Vivenso. Beide Geräte arbeiten mit derselben Separator-Wasserfiltration, der Vivenso ist aber rund 1.000 € günstiger als der Hyla, kommt aus deutscher Produktion (Suhl), wiegt weniger und ist deutlich leiser. Auch das Sprühextraktionskit ist günstiger – statt rund 300 € liegt es beim Vivenso bei rund 150 €.

Wer den WDR-Beitrag gesehen hat und dachte „Wasserstaubsauger insgesamt zu teuer", übersieht aus unserer Sicht genau die Lücke, in die der Vivenso passt: vergleichbare Technik, deutlich faireres Preis-Leistungs-Verhältnis. Den Direktvergleich Vivenso gegen Hyla findest du ausführlich in unserem Beitrag Hyla Alternative 2026.

Fazit

Fazit: Bitterer Nachgeschmack beim WDR Haushalts-Check

Wir würden uns nie hinter den Hyla stellen, nur weil er ein Wasserstaubsauger ist – im Gegenteil, wir sehen seine Preisstrategie selbst kritisch. Trotzdem hinterlässt der WDR Haushalts-Check vom 26.03.2025 bei uns einen bitteren Nachgeschmack: Der Beitrag transportiert die Botschaft „Wasserstaubsauger sind ein teurer Hype", obwohl die methodischen Voraussetzungen für so eine pauschale Aussage nicht erfüllt sind.

Eine ehrliche Bewertung müsste in unseren Augen drei Dinge tun:

  1. 1.Eine reproduzierbare Versuchsanordnung verwenden, die jeden Sauger in seinem Original-Betriebszustand testet.
  2. 2.Die Abluft auf Partikel und Aerosole messen – das ist die eigentliche Stärke der Wasserfiltration.
  3. 3.Multifunktionalität bewerten – ein Wasserstaubsauger ist mehr als ein Beutelsauger ohne Beutel.

Solange das nicht passiert, bleibt unsere Empfehlung: Schau dir die Sendung gerne an, ziehe aber deine eigene Bewertung erst, wenn du die Geräte selbst in der Hand hattest – idealerweise mit Vergleich von Hyla und Vivenso bei einer Vor-Ort-Vorführung.

FAQ

Häufige Fragen zum WDR Haushalts-Check Wasserstaubsauger

Wann lief der WDR Haushalts-Check zu Wasserstaubsaugern?
Die Folge „Wasserstaubsauger – Saubere Lösung oder teurer Trend?" wurde am 26. März 2025 im WDR ausgestrahlt. Darin wurde unter anderem der Hyla Wasserstaubsauger mit klassischen Modellen verglichen.
Was kritisiert ihr am Hyla-Test im WDR?
Aus unserer Sicht gibt es sechs zentrale Schwachpunkte: den pauschalen Preisvorwurf, die manipulierte Testanordnung für die Saugleistung, das praxisferne Filterfeuchte-Argument, die Verwendung von Stofftüchern statt echter Filterbeutel, die fehlende Messung von Abluft und Wasseraerosolen sowie den unfairen Vergleich gegen einen reinen Beutelsauger ohne Berücksichtigung der Multifunktionalität.
Stimmt es, dass der Hyla über 2.000 € kostet?
Ja, der Hyla wird je nach Variante und Vertriebspartner ab rund 2.190 € angeboten. Den hohen Preis kritisieren wir auf unserer Seite ebenfalls – allerdings sehen wir mit dem Vivenso eine deutlich günstigere Alternative, die im WDR-Beitrag gar nicht erwähnt wurde.
Welche Wasserstaubsauger empfehlt ihr stattdessen?
Aus unserer Erfahrung ist der Vivenso die bessere Wahl. Er nutzt dieselbe Separator-Wasserfiltration wie der Hyla, ist aber rund 1.000 € günstiger, leiser, leichter und kommt mit modular zubuchbarem Zubehör (z. B. einem Sprühextraktionskit für rund 150 € statt 300 €).
Sind Wasserstaubsauger generell ein „teurer Hype"?
Nein. Wer ohne Beutel saugen, Pollen und Hausstaubmilben sicher binden und gleichzeitig nasssaugen, polstern und Sprühextraktion betreiben möchte, bekommt mit einem Wasserstaubsauger Funktionen, die kein klassischer Beutelsauger abdeckt. Der Preis lohnt sich aus unserer Sicht – wenn man das richtige Modell wählt.
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Separator-Wasserfiltration, Made in Germany, rund 1.000 € günstiger als der Hyla.

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Hyla Wasserstaubsauger
Aus der WDR-Sendung

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Hinweis: Dieser Beitrag analysiert eine öffentlich-rechtliche WDR-Sendung aus unserer redaktionellen Sicht. Die Marken Hyla®, Vivenso®, Miele® und Kärcher® sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Die Wiedergabe der Testanordnung folgt unseren Notizen zur Sendung vom 26.03.2025; maßgeblich ist immer die Original-Sendung des WDR. Stand: 13.05.2026.